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P & R - 54.000 Anleger sind betroffen, 3. Mrd. € Schaden

- Leitfaden für betroffene Anleger -

Der Anlageskandal um die Container-Firma P&R hat zahlreiche Kunden um tausende Euro gebracht – nun könnte es für sie noch schlimmer kommen. Womöglich müssen die Anleger sogar Geld nachschießen.

Mit der veröffentlichten Pressemitteilung des Insolvenzverwalters Jaffé vom 25.06.2018 wurde den P&R-Gesellschaftern offenbart, dass die Einnahmen aus der Container-Vermietung „bei Weitem“ nicht ausreichen, um die Ansprüche der Anleger decken zu können. Es droht den Gesellschaftern somit nicht nur der Totalverlust ihrer Einlage, sondern auch die Rückforderung der erhaltenen Ausschüttungen durch den Insolvenzverwalter.

Die Gesellschaft verfügt über lediglich 618.000 Container. Im Besitz der Gesellschaft sollten sich jedoch rund 1,6 Mio. Container befinden. Es drängt sich der Verdacht des Betruges auf, weshalb auch die Staatsanwaltschaft München I Ermittlungen aufgenommen hat.

Viele der Anleger haben ihr mühsam gespartes Geld in diese Kapitalanlage investiert in der Hoffnung, im Alter davon zu profitieren. Unsere Mandanten haben uns berichtet, dass Ihnen diese Kapitalanlage als sichere Investition angedient wurde.


1. Beratungsvertrag / Auskunftsvertrag

Im Rahmen der Beratung durch das vermittelnde Kreditinstitut / Finanzdienstleistungsunternehmen dürfte zwischen Ihnen un dem vermittelnden Institut ein Beratungsvertrag, aber wenigstens ein Auskunftsvertrag zustande gekommen sein.

Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH kommt konkludent ein Beratungsvertrag zustande, wenn ein Anlageinteressent an ein Kreditinstitut oder einen anderen Anlageberater einer Bank herantritt, um über eine Anlage beraten zu werden (BGH XI ZR 12/93, BGHZ 123, 126, 128).

Für Anleger, denen diese Kapitalanlage durch eine Bank oder Finanzdienstleistungsunternehmen vermittelt worden ist, bestehen gute Chancen auf Schadensersatz. Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH ist der Berater der Bank oder Finanzdienstleistungsunternehmens verpflichtet, den Kunden über alle für seine Anlageentscheidung bedeutsamen Umstände vollständig und richtig aufzuklären. 

2. Pflichten aus dem Beratungsvertrag

a) fehlerhafte anlegergerechte Beratung

Stets ist im Einzelfall zu prüfen, ob eine Pflichtverletzung des Kreditinstitutes zur anlegergerechten Beratung vorliegt. Ein Verstoß liegt etwa dann vor, wenn Ihnen der P & R Container zur Altersvorsorge empfohlen wurde und das in die Container investierte Vermögen nicht nur einen nicht unerheblichen Teil Ihres liquiden Vermögens ausmachte. Für die Altersversorgung war die Empfehlung deswegen bereits nicht anlegergerecht, weil Sie mit dem Erwerb von Containern grundsätzlich eine konjunkturzyklische Wette auf die Entwicklung des weltweiten durch Container transportierten Warenhandels eingegangen sind. Die Empfehlung in eine Kapitalanlage zur Altersvorsorge sollte jedoch konjunkturunabhängig sein.


b) Verstoß gegen die objektgerechte Beratung

3. Verjährung

Der geschädigte Anleger sollte mindestens die 10 jährige Höchstverjährungsfrist seit Zeichnung im Auge behalten.

4. Schadensersatz

Sofern Sie einen Anspruch haben, sind Sie so zu stellen, als hätten Sie die Kapitalanlage nicht gezeichnet. Ebenfalls können Sie einen Zinsverlust geltend machen, sofern nachweisbar ist, dass in eine konservative Anlage investiert worden wäre. Sofern die Kapitalanlage fremd finanziert wurde, sind diese Nachteile ebenfalls zu ersetzen.

5. weiteres Vorgehen

Wir empfehlen geschädigten Anlegern, ihren Fall durch Herrn Dr. Rädecke, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Fachanwalt für Steuerrecht auf mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen.


                                Soforthilfe unter Tel.: 0511-5474768 oder per E-Mail: j.raedecke@activelaw.de

Sie können sich hier den Fragebogen runterladen und uns zusenden. Wir erstellen Ihnen kostenfrei ein Vertretungsangebot:  



 

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